Anti-Award für drei Top-Projekte

Anti-Award für drei Top-Projekte

Der OÖ FUSSBALLVERBAND und die OÖ Gebietskrankenkasse hatten sich 2016 als Vereinscoaching-Schwerpunkt das Thema Suchtprävention gesetzt. Im Fokus standen dabei die tausenden Kinder und Jugendlichen, die in den Amateurfußballvereinen nicht nur sportlich ausgebildet, sondern auch bei einem so wichtigen Thema hinsichtlich Umgang mit Alkohol und Rauchen professionell und nachhaltig begleitet werden müssen. Gemeinsam mit den Experten des Instituts Suchtprävention wurden zahlreiche Maßnahmen entwickelt. Schluss- und gleichzeitig Höhepunkt war die Vergabe des "Anti-Award". Dabei handelt es sich um einen Vereinspreis, den OÖ FUSSBALLVERBAND und OÖ Gebietskrankenkasse ausgeschrieben haben.  Gesucht wurden Vereine, die innovative Maßnahmen und Aktionen im Bereich Suchtprävention setzen.

 

Am 16. November wurden nun die drei besten Projekte prämiert. Im Rahmen der Preisverleihung im Park Inn Hotel in Linz erhielten die Delegationen von USV St. Ulrich, SV HAKA Traun und ASKÖ Donau Linz jeweils einen Siegerscheck in Höhe von 2.000 Euro sowie einen Dressensatz der Firma Euroteamsport, der mit dem Suchtprävention-Slogan "Gemeinsam spielen-feiern-Vorbild sein!" beflockt ist. "Der Anti-Award ist beispielgebend dafür, dass sich der Fußball seiner wertvollen gesellschaftspolitischen Rolle nicht nur bewusst ist, sondern auch aktiv wichtige Themen wie Suchtprävention angreift", lobte OÖFV-Präsident Gerhard Götschhofer das Engagement der ausgezeichneten Vereine. 

 

Der SV HAKA Traun hat sich etwa bewusst für die Schließung der Kantine entschieden und gibt bei Zusammentreffen im Vereinsumfeld Alkohol und Nikotin keinen Platz. Anregungen aus einer Schulung für Spieler, Trainer und Eltern flossen auf mehreren Ebenen in den Alltag ein, beispielsweise stellt der Bezirksligist bei Trainingseinheiten und Spielen ausschließlich Wasser zur Verfügung, im Nachwuchs zudem einen Vitaminkorb mit Obst und Gemüse. In St. Ulrich hat eine eigene Arbeitsgruppe mehrere Maßnahmen erarbeitet: Für Sportplatzbesucher gibt es Regeln,  die auf Plakaten mit dem Titel "Fairplay Zone" auf wichtige Verhaltensweisen wie etwa den Verzicht auf Alkohol und Zigaretten während der Nachwuchsspiele hinweisen. In einem eigenen Elterninfo-Corner liegen Broschüren auf, die für die Themen Gesundheit und Suchtprävention sensibilisieren. Zudem wird auch die Gemeinde bei den Aktivitäten eingebunden. In der rauchfreien Kantine wird ein alkoholfreies Jugendgetränk sowie ein Getränkepass mit kostenlosen Anti-Getränken angeboten - ebenso ein Leichtbier als alkoholreduzierte Alternative. Innovativ sind nicht nur die pädagogischen Leitlinien für die Nachwuchstrainer, sondern auch ein Verhaltenskodex für die Nachwuchsspieler, den diese gemeinsam mit ihren Trainern erarbeitet haben, und ein Buddy-System, das neuen Spielern den Einstieg in die Mannschaft und die Integration ins Vereinsleben erleichtert.

 

 

Während Donau Linz mit einem Wertekodex punktete und das Vereinscoaching-Angebot in Form der Durchführung von Workshops intensiv nutzte. Zudem kommen die mit dem Suchtprävention-Slogan  bedruckten Becher und Kontrollarmbänder bei Nachwuchsspielen zum Einsatz. "Die Kooperation von OÖ FUSSBALLVERBAND und OÖGKK ist eine Erfolgsgeschichte. Mit dem Anti-Award ist sie um ein wichtiges Kapitel reicher. Die großartigen Projekte zur Suchtprävention in den Vereinen zeigen: Auch sensible Themen gelangen über das Vereinscoaching direkt zu den Mannschaften und werden dort sensationell verwertet. Das routinierte Pass-Spiel zwischen Fußballverband und Mannschaften macht sich auch bei der Gesundheitsförderung bezahlt", sagt mit Albert Maringer der Obmann der OÖ Gebietskrankenkasse.

 

OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer ergänzt:  " Suchtprävention ist ein großer Arbeitsschwerpunkt der OÖGKK. Das bloße Verlautbaren von Geboten und Verboten bringt nur mäßige Erfolge. Daher geht  die Strategie der OÖGKK weiter: Wir wollen unsere Informationen und Angebote dorthin bringen, wo das Thema Sucht eine praktische Rolle spielen kann. Jeder Verein, der selbst eine Trennlinie zwischen fröhlicher Feier und schädlichem Exzess ziehen kann, schützt sein eigenes Team und wird zum Botschafter des richtigen Weges. Diese Strategie gehört gefördert - und ihr Erfolg gefeiert!"

 

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen OÖ FUSSBALLVERBAND und OÖ Gebietskrankenkasse - in zweieinhalb Jahren wurden bei Vereinscoaching-Veranstaltungen über 3.000 Teilnehmer geschult - wird im kommenden Jahr mit der Tagung am 11. Februar  fortgesetzt. "Im Mittelpunkt des Vereinscoachings stehen Fortbildung, Service und Nachhaltigkeit. Alle diese Kriterien wurden bei unseren Schwerpunktaktionen im Bereich Suchtprävention, im Speziellen aber mit dem Anti-Award, perfekt umgesetzt. Zudem gibt es nun mit den drei ausgezeichneten Projekten Vorbilder und Ideen für andere Vereine, wie Präventionsmaßnahmen in punkto Gesundheitsförderung zielführend im Amateurfußball realisiert werden können", freut sich der für das Vereinscoaching verantwortliche OÖFV-Direktor Raphael Oberndorfinger.