Im Zeichen der Suchtprävention

Im Zeichen der Suchtprävention

2016 haben sich OÖ FUSSBALLVERBAND und OÖ Gebietskrankenkasse einen ganz speziellen Schwerpunkt gesetzt. Über das ganze Jahr verteilt gibt es viele Initiativen - HIER ein kompakter Überblick - im Bereich Suchtprävention. Speziell beim hoch dotierten Anti-Award profitieren Vereine nicht nur in punkto Gesundheit.

 

Wie können Eltern und Trainer zielführend Maßnahmen im Bereich Suchtprävention setzen und Jugendliche erreichen? Wie können Vereine einwirken? Antworten darauf gab es bereits vor einem Jahr in drei informativen Broschüren des Instituts Suchtprävention, das gemeinsam mit dem OÖ FUSSBALLVERBAND und der OÖ Gebietskrankenkasse eine dreiteilige Sonderedition mit den Titeln "Übers Rauchen reden", "Über Alkohol reden" und "Über Cannabis reden" publiziert hat. Nun wurde im Februar eine weitere Broschüre an alle OÖ-Vereine verteilt. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Experten von OÖFV, Exekutive, OÖGKK und Institut Suchtprävention hat einen Folder mit Veranstaltungstipps, Anregungen, Jugendschutzbestimmungen und Suchtprävention-Maßnahmen entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Servicetool mit hilfreichen Checklisten, das die Vereine bei der Organisation und Abwicklung von Veranstaltungen unterstützt.

 

Veranstaltungstipps und Plakataktion

Die Publikation mit Veranstaltungsempfehlungen, von der ausreichend Exemplare noch auf der OÖFV-Geschäftsstelle aufliegen, war im Februar sozusagen der Startschuss für das Schwerpunkt-Jahr 2016. Gemeinsam mit jenen ausgehändigten Plakaten mit dem Suchtprävention-Slogan "Gemeinsam spielen-feiern-Vorbild sein!", die in den Vereinsräumlichkeiten - und dabei speziell in den Kantinen - ausgehängt werden sollen. Vereine bekennen sich damit zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, außerdem sind auf den Plakaten jene Jugendschutzbestimmungen angeführt, die vom Gesetzgeber verpflichtend im gastronomischen Bereich ausgewiesen sein müssen. Im Sommer erhalten die Vereine diese Sujets dann noch einmal als qualitativ hochwertiges Acrylglasschild, das dauerhaft und witterungsfest angebracht werden kann.

 

Rufseminar kostenlos buchbar

Wie schon 2015 kann natürlich auch heuer das Rufseminar Suchtprävention kostenlos gebucht werden. Experten kommen dann in die Räumlichkeiten des jeweiligen Klubs und halten einen Workshop im Kreise der Vereinsmitglieder ab. Apropos Workshop: Im Rahmen der Tagung war diese Veranstaltung mit 60 Personen restlos ausgebucht. Alle Teilnehmer erhielten zudem ein Paket mit 500 hochwertigen Bechern (0,5l) und einer großen Stückzahl an mehrfärbigen Kontrollarmbändern, die beide mit dem Slogan "Gemeinsam spielen-feiern-Vorbild sein!" bedruckt sind. Die Armbänder eignen sich bei Festen perfekt für die Kennzeichnung des Alters der jungen Gäste und den damit verbundenen zum Konsum erlaubten Getränken.

 

Mobile Bar mit Mehrwert

Antialkoholische Getränke schmackhaft macht übrigens die sogenannte "Barfuss". Das ist eine mobile Bar inklusive Mitarbeiterteam, die alkoholfreie Cocktails anbietet und die von den Vereinen beispielsweise für Feste, Nachwuchsevents oder EM-Public-Viewings gemietet werden kann. Das Besondere daran: Jene 15 Vereine, die ab 1. April um 8 Uhr ansuchen, können einen vierstündigen Einsatz der "Barfuss" bei ihrem Event für einen Selbstbehalt in Höhe von 100 Euro buchen. Beim Verkauf von 200 Cocktails bleiben dem Verein satte 300 Euro Gewinn. Die genauen Details zu den Rahmenbedingungen, den Anmeldemöglichkeiten und infrastrukturellen Voraussetzungen für den Einsatz der "Barfuss" gibt es HIER.

 

Werkzeug im Vereinsalltag

Ab Sommer wird zudem eine weitere neue Broschüre Impulse zu einem konstruktiven Umgang mit Alkohol und Rauchen im Fußballverein geben. Darin fließen Inhalte aus den Workshops ein und es wird die Rolle des Fußballs als Lebensschule unterstrichen. Im Mittelpunkt steht der pädagogische Ansatz: Die Vereine sind ein wichtiger Lebensraum für Kinder und Jugendliche. Trainer, Funktionäre und das gesamte Klubumfeld sind außerhalb der Familie extrem wichtige Bezugspersonen, die eine Vorbildfunktion zu erfüllen haben. Beispiele und Vorschläge zur Schaffung und Gewährleistung eines positiven Umfelds machen die Broschüre zu einem wichtigen Werkzeug im Vereinsalltag. Und die darin angeführten Inhalte können gleich gewinnbringend eingesetzt werden.

 

Anti-Award kürt Vorzeigeprojekte

Denn der OÖ FUSSBALLVERBAND und die OÖ Gebietskrankenkasse schreiben 2016 den "Anti-Award" aus. Der Fußball lebt vom sportlichen Erfolgsrausch, während das Vereinsumfeld gleichzeitig nachhaltig vom Erfolg ohne Rausch profitiert. Dieses Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol nach dem Motto "Gemeinsam spielen-feiern-Vorbild sein!" soll mit dem "Anti-Award" noch besser in den Fußballvereinen verankert werden. Teilnahmeberechtigt bei diesem Vereinspreis im Bereich Suchtprävention sind alle Mitgliedsvereine des OÖ FUSSBALLVERBANDES. Gesucht werden Vereine, die innovative Maßnahmen und Aktionen im Bereich Suchtprävention aufzeigen. Am besten ist ein Mix aus Ansätzen zur Förderung von Schutzfaktoren und strukturellen Maßnahmen, die sich zum Zeitpunkt der Einreichung bereits in der Umsetzung befinden müssen. Gefragt sind beispielsweise Grundregeln oder ein Verhaltenskodex auf der Vereinsanlage, die eine Grundlage für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol - im Sinne der Gesundheit jedes Einzelnen und der Vorbildfunktion für den Nachwuchs - schaffen und die Personen im Vereinsumfeld für diese Thematik sensibilisieren. Gibt es darüber hinaus zusätzlich auch Präventionsmaßnahmen betreffend Nikotinkonsum, wirkt sich das positiv auf die Entscheidungsfindung bei der Prämierung der besten Projekte aus, die vor allem mit Nachhaltigkeit in punkto Gesundheitsförderung überzeugen sollen.

 

Geldprämien und Dressensätze

Entscheidende Kriterien bei der Jurybewertung sind aber auch die Originalität der Lösungsansätze, die Umsetzung der Maßnahmen, die Beschaffenheit der Zielgruppe sowie die Einbindung externer Experten. Eine detaillierte Ausschreibung des Anti-Awards sowie das Einreichformular befindet sich HIER. Projekte können zwischen 1. April und 16. September eingereicht werden. Mitmachen lohnt sich: Die drei besten Projekte erhalten jeweils eine Geldprämie in Höhe von 2.000 Euro, die zur Förderung von gesundheitsfördernden Projekten dienen. Weitere zwölf Vereine erhalten jeweils einen hochwertigen Dressensatz mit individueller Beflockung. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt bei einer Siegerehrung im November 2016.