Umsetzung der neuen COVID-Verordnung

Umsetzung der neuen COVID-Verordnung

Aufgrund der immer weiter steigenden Zahlen an Infektionen hat die Bundesregierung in einer Pressekonferenz am 19. Oktober bekanntlich die Verschärfung der Covid-19-Maßnahmen angekündigt. Nunmehr liegt auch der Verordnungstext dazu vor, sodass der ÖFB und die Landesverbände einen Überblick über die Änderungen geben können. Wir dürfen festhalten, dass der Maßnahmen-Überblick von uns nach bestem Wissen und Gewissen ausgearbeitet wurde, wollen aber auch darauf hinweisen, dass bei Detail- und Auslegungsfragen stets die örtlichen Behörden zur Entscheidung befugt sind.

Dort, wo es ergänzende Landesregelungen gibt, gelten diese zusätzlich. (z.B. Burgenland, Niederösterreich, Salzburg)

Vorweg dürfen wir informieren, dass die Änderungen der Covid-19-Maßnahmenverordnung mit 25. Oktober, 0.00 Uhr – und nicht wie ursprünglich angekündigt bereits mit 23. Oktober – in Kraft treten werden. Zwei wesentliche Bestimmungen treten mit 22. November 2020, 24:00 Uhr, wieder außer Kraft – dies betrifft Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze (siehe Punkt 2., 1. Absatz) und die nun neu geregelte Anzeigepflicht von Veranstaltungen (siehe unten Punkt 2., letzter Absatz).

 

1. Sportausübung

Im Zusammenhang mit der Sportausübung wurden keine Änderungen vorgenommen, sodass Fußball weiterhin ohne Abstandsregeln und ohne Tragen eines Mund- und Nasenschutzes gespielt werden kann. Dies gilt sowohl für die Sportausübung im Freien als auch in geschlossenen Räumen.

Für Trainer und Betreuer gilt weiterhin während der Sportausübung auf den Mindestabstand zu den Spielern zu achten, sofern nicht Hilfeleistungen erforderlich sind. In geschlossenen Räumen haben die Trainer und Betreuer auch einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Es wären daher auch die Ersatzbänke so auszurichten, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann.

In den Feuchträumen ist stets der Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. In Kabinen muss zusätzlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Daher ist auch bei Besprechungen in den Kabinen ein Mund-Nasen-Schutz erforderlich.

Die Verpflichtung zur Ausarbeitung eines COVID-19-Präventionskonzeptes für die Sportausübung bleibt weiter bestehen.

2. Trainingseinheiten / Bewerbsspiele

Zunächst dürfen wir die Änderungen der Zuschauerzahlen darlegen, die sowohl für Trainingseinheiten als auch für Bewerbsspiele gelten:

  • Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze (gilt temporär bis 22. November 2020, 24:00 Uhr; danach sind wieder 10 Zuschauer in geschlossenen Räumen und 100 Zuschauer im Freien zulässig)
    Im geschlossenen Bereich: max. sechs Personen
    Im Freien: max. 12 Personen
  • Veranstaltungen mit ausschließlich zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen
    Im geschlossenen Bereich: max. 1.000 Personen
    Im Freien: max. 1.500 Personen

Die für die Ausübung des Fußballsports erforderliche Anzahl an Spielern ist ebenso wenig in die Höchstteilnehmerzahl miteinzurechnen, wie Trainer, Betreuer und sonst für die Organisation notwendige Personen.

Bei Veranstaltungen von Hallenturnieren mit mehreren Mannschaften ist eine Durchmischung der Personen zu verhindern.

Im Zuschauerbereich ist – gleich ob zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze vorhanden sind oder nicht – stets ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber Personen die nicht im gemeinsamen Haushalt leben einzuhalten, sowie zu jeder Zeit ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Ausgenommen von der Abstandsregel sind:

  • Personen die im gemeinsamen Haushalt leben sowie
  • Personen aus einer gemeinsamen Besuchergruppe

Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz ist jederzeit erforderlich!

Neu ist nunmehr eine Anzeigepflicht von Veranstaltungen bei der zuständigen Behörde. Diese Verpflichtung gilt bis 22. November 2020, 24:00 Uhr, und danach nicht mehr. Die Anzeigepflicht betrifft Bewerbsspiele mit über sechs Zuschauern im geschlossenen Bereich und mit über 12 Zuschauern im Freien; dies sowohl im Erwachsenen- als auch im Nachwuchsbereich! Grundsätzlich sind auch Trainingseinheiten von der Anzeigepflicht umfasst, sofern mehr als die oben genannten Zuschauer anwesend sind. Aufsichtspersonen wie z.B. Eltern sind unseres Erachtens zur Wahrnehmung der gesetzlichen Aufsicht über minderjährige Kinder von Personenhöchstgrenzen ausgenommen und demnach nicht miteinzurechnen. Der Anzeige bei der Behörde ist auch ein Veranstaltungs-Präventionskonzept beizufügen.

Der ÖFB und die Landesverbände arbeiten gerade daran, diese Anzeige sämtlicher Veranstaltungen der Vereine automatisiert über das Netzwerk Fußballösterreich zu generieren und zur Verfügung zu stellen. Vereine werden ab 30.10.2020 die Möglichkeit haben, die jeweiligen Veranstaltungen über das System nach Hochladen eines Präventionskonzeptes per Mausklick an die zuständige Behörde anzuzeigen. An der entsprechenden Programmierung des Systems wird gerade gearbeitet. Um auch bei der Erstellung des zu übermittelnden Veranstaltungs-Präventionskonzeptes Unterstützung zu leisten, wurden wesentliche Eckpunkte erarbeitet und per Intramail übermittelt bzw. untenstehend zum Download zur Verfügung gestellt. Bitte ergänzt diese Eckpunkte mit den für die Veranstaltungen wesentlichen regionalen und örtlichen Gegebenheiten und ladet das Präventionskonzept dann – sobald technisch möglich – im System hoch!

Für Veranstaltungen über 250 Zuschauer ist weiterhin eine Bewilligung bei der zuständigen Behörde einzuholen. In diesem Fall ist eine Anzeige selbstverständlich nicht erforderlich.

Download Muster Präventionskonzept

3. Kantine / VIP

Unseres Erachtens ist auch die Verabreichung von Speisen und Getränken weiter zulässig, zumal der Kantinen- und Vip-Klubbetrieb typischerweise kennzeichnender Bestandteil einer Fußballveranstaltung ist. Wesentlich wäre hier jedoch, dass die Verabreichung von Speisen und Getränken nur an zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen zulässig ist. An einem Tisch dürfen jedoch nur max. 6 Personen Platz nehmen. Von sämtlichen Personen – auch vom Personal in der Kantine – ist stets ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Lediglich auf den Sitzplätzen in der Kantine kann der Mund-Nasen-Schutz abgelegt werden. Umfasst die Kantine mehr als 50 Personen ist ein Covid-Beauftragter zu bestellen. Bei der Organisation des Kantinenbetriebs ist immer zu beachten, dass die Mindestabstände eingehalten werden können. Eine Ausgabe von Speisen und Getränken aus Imbissständen, auch zur Abholung bzw. Mitnahme, wäre unseres Erachtens erlaubt.

Wir dürfen abschließend noch einmal darauf hinweisen, dass unser Überblick nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurde, jedoch rechtlich nicht verbindlich ist. Die finale Entscheidung wird stets von der örtlich zuständigen Behörde getroffen. Wir empfehlen daher dringend, im Vorfeld mit den zuständigen Behörden Rücksprache zu halten.

Wir haben uns bemüht, zeitnah einen guten Überblick über die neuen Maßnahmen zu geben, um die Vereine bestmöglich in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.

 

HIER geht es zur aktuellen COVID-Verordnung.

 

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