Heimliche Helden

Heimliche Helden

Die letzten Finalisten stehen fest

Im europaweiten Jahr der Freiwilligenarbeit kürt der OÖ Fußballverband seine verdienstvollsten ehrenamtlichen Funktionäre, die von ihren Vereinen per Nominierungsformular für die Wahl zum heimlichen Helden vorgeschlagen worden sind. Denn die Durchführung des Spielbetriebs, die Instandhaltung der Infrastruktur und die Verwaltung der Vereine wäre ohne unentgeltliche Arbeit nicht möglich. Über 11.000 ehrenamtliche Funktionäre schaffen in Oberösterreich essentielle Rahmenbedingungen und fördern ein harmonisches Vereinsleben. Insgesamt 18 Kandidaten, die nun ihrem großen Auftritt am 16. Dezember im Rahmen der Jahresabschlussfeier des OÖ Fußballverbandes entgegenfiebern, wurden in der Vorrunde ausgezeichnet. Die drei letzten Finalisten sind Josef Hoffmann (SC Marchtrenk), Josef Kronberger (ATSV Rüstorf) und Günther Luger (Union Wesenufer).

 

Sie erhielten jeweils zwei Karten für das Bundesliga-Spiel SV Josko Ried - Innsbruck sowie ein Merchandising-Package des OÖ Fußballverbandes. Was nur ein kleines Dankeschön für die wertvolle Arbeit ist, die diese drei ehrenamtlichen Funktionäre seit Jahren verrichten. Josef Hoffmann etwa ist schon seit 1978 Sektionsleiter beim SC Marchtrenk und greift trotz seiner unentgeltlichen Tätigkeit zusätzlich für den eigenen Nachwuchs in die eigene Brieftasche. Obwohl er selbst kein aktiver Fußballer war, ist er außerhalb des Platzes umso umtriebiger: Spielertransporte, Veranstaltungen und die Sicherheitsagenden sind bei Hoffmann gut aufgehoben. Bestens behütet ist dagegen der ATSV Rüstorf in den Händen von Josef Kronberger. 1961 leistete er die Pionierarbeit für die Gründung des Vereins im darauffolgenden Jahr. Bis 1990 bekleidete er mehrere offizielle Funktionen, seither ist Kronberger in die Rolle der guten Seele geschlüpft. Speziell die Instandhaltung der Anlage hält ihn fast täglich auf Trab.

Mindestens ebenso wichtig war im Jahr 1973 sein unermüdlicher Einsatz gegen die Auflösung des damals verschuldeten Vereins, als er das nötige Geld für den Fortbestand auftrieb. "Die Ehrung als heimlicher Held wäre für ihn wohl sein schönstes Geschenk zum 80. Geburtstag", sagt sein Sohn und Rüstorf-Obmann Johannes Kronberger.  Einen Ruf als ehrgeiziger und kompetenter Funktionär hat sich Günther Luger über die Gemeindegrenzen von Wesenufer hinaus erarbeitet. Die Errichtung des Trainingsfeldes und die Erweiterung des Kabinengebäudes hat er hauptverantwortlich abgewickelt, seit den 90er-Jahren zeichnet er sich beim Organisieren von Veranstaltungen aus wie etwa bei der Planung des Sportlerballs gemeinsam mit Frau Susanne. Der 39-Jährige, der seit seinem Abschied aus der Kampfmannschaft 2009 nun in der Reservemannschaft auftrumpft, hat sich zudem der Nachwuchsförderung verschrieben und schafft es, die in den Landgemeinden leider immer weniger werdenden Kinder und Jugendliche für den Fußball und die Union Wesenufer zu begeistern.